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Technik



Samstag, den 17. April 2010 um 13:59 Uhr
Geschrieben von: Kai's Fotoecke
Aktualisiert (Samstag, den 17. April 2010 um 14:17 Uhr)
Ein Passepartout gibt dem Bild innerhalb des Rahmens den notwendigen Raum um zu Wirken, ist säurefrei, um das Bild nicht anzugreifen, im besten Fall schützt es das Bild, indem es Schadstoffe aus der Luft bindet, die dem Objekt schaden könnten. Darüber hinaus gleicht es Form und Größe von Bild und Rahmen an. Es gibt Sie in Baumärkten und Möbelhäusern von der Stange, Rahmenwerkstätten und verschiedene Internetdienstleister bieten auch individuell geschnittene Passepartouts an. Mit ein paar Hilfsmitteln kann man Passepartouts selber schneiden.
Das Ausgangsmaterial
Passepartoutkarton in verschiedenen Farben gibt es z.B. in Geschäften für Künstler-Bedarf (z.B.
hier) . Dort ist es oft günstiger, als z.B. im Schreibwarenhandel und die Auswahl an richtigem Passepartoutkarton ist (meist) besser.
Die Farbgebung und Struktur des Passepartouts kann die Bildwirkung erheblich beeinflussen. Neben klassischem Weiß und Creme gibt es inzwischen hochwertigen Passepartoutkaton in vielen, vielen unterschiedlichen Farben und Strukturen.
Das Werkzeug
Ein Scheidlineal und die entsprechenden Schneider können auch bei anderweitigen Bastelaufgaben eingesetzt werden, so dass sich die Investition schnell lohnen kann, vor allem wenn Mehrfachausschnitte und/oder individuelle Anordnungen gefragt sind, aber ohne diese sind vor allem die notwendigen 45° Schnitte nahezu unmöglich.
Da bei mir einige Rahmungen anstanden und ich mehrere individuelle Passepartouts benötigte, habe ich mich für ein Maped Präzisionslineal Profila in 120 cm in Verbindung mit den Präzisionsschneidköpfen in 90° und 45° entschieden, nachdem ich gesehen habe, dass eine Rahmenwerkstatt in meiner Nähe für einfache Passepartouts auch mit einem solchen Werkzeug arbeitet. Kleinere Einsteigesets dieses Systems (z.B. Maped MatCutter Plus Set) können es aber auch tun. Die Schneidköpfe werden zum Schneiden in eine Führungsschiene des Lineals gehängt, so dass saubere gerade Schnitte für das eigene Passepartout möglich sind. Mit seiner Millimeterskala kann das Lineal auch zum Messen und Anzeichnen gut genutzt werden.
Eckige Ausschnitte gehen damit leicht von der Hand, runde Formen funktionieren damit nicht, dafür gibt es spezielles Equipment.
Darüber hinaus sollte auch eine ausreichend große Unterlage zum Schneiden vorhanden sein.
Das Arbeiten
Zwar haben die Schneider Markierungen, die in Verbindung mit entsprechenden Anrissen auf der Rückseite des Kartons zum genauen Schneiden des Passepartouts dienen sollen, jedoch sind Sie in Abhängigkeit der Kartondicke nur bedingt zu gebrauchen. Da hilft nur ein genaues Augenmaß und ein wenig Gefühl um den die Ecken nicht zu kurz oder zu lang zu schneiden.
Als erstes sollten auf der Rückseite des Kartons die notwendigen Außenabmessungen und die gewünschten Ausschnitte angezeichnet werden. Dabei ist zu beachten, dass der Ausschnitt ein wenig kleiner sein sollte als das zu rahmende Bild.
Tip:
Häufig wird bei Passepartouts der Ausschnitt höher gesetzt, damit das Bild in der
optischen Mitte des Rahmens liegt. Je nach Format kann diese erheblich von der geometrischen Mitte des Rahmens abweichen.
Danach wird der Passepartoutkarton mit dem 90° Schneider auf das entsprechende Außenformat zugeschnitten. Die Kanten zum Rahmen sollten rechwinklig zum Untergrund sein.
Der Ausschnitt des Passepartouts wird mit dem 45° Schneidkopf geschnitten. Dabei ist zu beachten, dass die Schnitte sich leicht überlappen, aber nur soweit, dass sie sich auf der Vorderseite gerade soweit treffen, dass die Kante sauber geschnitten, aber nicht überschnitten ist. Im Idealfall bleibt nun der Ausschnitt auf dem Tisch liegen, wenn dass Passepartout umgedreht wird.
Um den 45°-Schnitt sauber auszuführen sind zwei wichtige Punkt zu beachten:
- Der Untergrund sollte nicht zu hart sein, da sonst das Messer zur Seite gedrückt wird der Schnitt wird unsauber.
- Das Messer ist nur einseitig geschliffen, wird es falsch eingesetzt, zieht es sich seitlich weg, so dass kein gerade Schnitt möglich ist.
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Seitdem ich diese Punkte berücksichtige, sind gerade Schnitte keine Herausforderung mehr.
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